Unseren ersten Auftritt als Kabarett „Duo-Vital“ mussten wir innerhalb weniger Wochen förmlich aus dem Boden stampfen, damit er zum Wettbewerb um den Kulturförderpreis der Universität Freiburg fertig war: am Donnerstag, dem 6. Februar 1986. Im knackvollen Saal der Alten Universität wurde es eine umjubelte Vorstellung. Deine Freundin Christina hat im Rückblick gesagt, es habe sich dort „eine neue Dimension“ aufgetan. Für uns beide persönlich hat das in jedem Fall gestimmt, denn so überraschend dieser Anfang war, er hat uns überzeugt: Das kann gar nichts anderes sein als der Startschuss für eine professionelle Bühnenlaufbahn! Auch wenn ich über uns als Duo ja – halb im Ernst, halb im Scherz – gesagt habe, „wir haben uns nicht gesucht, aber gefunden“: Wir waren zwei Kometen, deren Flugbahnen sich eher zufällig gekreuzt haben, deren Anziehung aber doch so stark war, dass diese Begegnung eine gute Weile Funken geschlagen hat.
Dass es nach dem 6. Februar dann so dynamisch weitergegangen ist, das lag vor allem an deiner Entschlossenheit, uns in das Metier Kabarett zu boxen. Etwa an deinem legendären Brief an C. F. Krüger vom Mainzer unterhaus, aus dem er ja „zum gegebenen Zeitpunkt“ zitieren wollte, und der dazu geführt hat, dass wir im April 1987 von Hanns Dieter Hüsch als „Neue Deutsche Kleinkunst“ präsentiert wurden.